Schwitzen ist eine wichtige und gesunde Funktion des Körpers: Über die Schweißdrüsen reguliert der Organismus seine Temperatur. Bei der primären Hyperhidrose ist genau dieser Steuerungsmechanismus überaktiv. Die Schweißdrüsen selbst sind gesund, erhalten jedoch dauerhaft zu starke Nervensignale und produzieren dadurch weit mehr Schweiß, als der Körper zur Kühlung benötigt.
Charakteristisch ist, dass das übermäßige Schwitzen unabhängig von Temperatur oder körperlicher Anstrengung auftritt – häufig an den Achseln, aber auch an Händen oder Füßen. Die Veranlagung beginnt oft schon in jungen Jahren und bleibt ohne Behandlung meist über Jahre bestehen. Nach den aktuellen medizinischen Leitlinien handelt es sich dabei um eine funktionelle Fehlregulation, nicht um eine Erkrankung der Haut.
Diese Unterscheidung ist entscheidend: Weil die Ursache in der Überstimulation der Schweißdrüsen liegt, lässt sich das Beschwerdebild heute gezielt, gut und sicher behandeln. Eine sorgfältige ärztliche Abklärung stellt dabei zunächst sicher, dass keine andere Grunderkrankung dem Schwitzen zugrunde liegt.
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