Worum es geht
In der 37. Folge von Ästhetik on Air spricht Moderator Maximilian Demann mit Dr. Viktor Molnar über Radiesse – ein Filler, der im Vergleich zu Hyaluronsäure einen grundlegend anderen Wirkmechanismus verfolgt. Warum eignet sich Radiesse besonders für Patientinnen und Patienten ab 40 oder 60 Jahren? Und was unterscheidet ihn wirklich von der allseits bekannten Hyaluronsäure? […]
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In der 37. Folge von Ästhetik on Air spricht Moderator Maximilian Demann mit Dr. Viktor Molnar über Radiesse – ein Filler, der im Vergleich zu Hyaluronsäure einen grundlegend anderen Wirkmechanismus verfolgt. Warum eignet sich Radiesse besonders für Patientinnen und Patienten ab 40 oder 60 Jahren? Und was unterscheidet ihn wirklich von der allseits bekannten Hyaluronsäure? Diese Folge gibt klare, medizinisch fundierte Antworten.
Das erwartet Sie in dieser Folge
- Einführung in die Ästhetik (0 min): Wer ist die typische Zielgruppe für eine Radiesse-Behandlung – und warum beginnt die Nutzung manchmal schon früher als man denkt?
- Vorteile von Radiesse (1 min): Wie läuft die Behandlung ab, welche Technik kommt zum Einsatz, und wo liegen die entscheidenden Unterschiede zu Hyaluronsäure?
- Abschluss und Kontaktinformationen (3 min): Wie finden Sie den Weg in die Privatpraxis von Dr. Viktor Molnar in Lahnstein?
Die drei wichtigsten Punkte dieser Folge
1. Wer profitiert von Radiesse – und warum?
Hautveränderungen beginnen nicht erst im hohen Alter. Dr. Molnar erklärt, dass neben dem natürlichen Alterungsprozess auch Faktoren wie intensive Sonnenexposition oder Rauchen die Haut früher altern lassen – nicht durch Nikotin selbst, sondern durch den damit verbundenen Sauerstoffmangel in der Haut. Entsprechend setzt er Radiesse in verdünnter Form bereits vorsorglich bei Patientinnen und Patienten ab 40 ein. Die eigentliche Kernzielgruppe sieht er jedoch um die 60 – bei Menschen, die deutliche Veränderungen bemerken, aber keinen operativen Eingriff wünschen. Für diese Patientengruppe ergibt Radiesse – insbesondere in Kombination mit Ultherapie – aus seiner Sicht großen medizinischen Sinn.
2. Die Technik: Sicherheit durch stumpfe Kanülen
Die Behandlung mit Radiesse ähnelt in ihrem Ablauf grundsätzlich der Anwendung von Hyaluronsäure: Das Mittel wird unter die Haut injiziert. Dr. Molnar setzt dabei bevorzugt auf stumpfe Kanülen, die vorne nicht zugespitzt sind. Diese Technik reduziert das Risiko von Blutergüssen und schützt vor Gefäßverletzungen – ein wesentlicher Aspekt für eine sichere Durchführung. Er betont, dass in seiner Praxis keine nennenswerten Komplikationen aufgetreten sind; gelegentliche blaue Flecken nach der Injektion seien eine bekannte Begleiterscheinung bei allen Fillern und kein Spezifikum von Radiesse.
3. Radiesse vs. Hyaluronsäure: Ein grundlegender Unterschied
Hyaluronsäure ist in aller Munde – in der Kosmetikbranche, im Einzelhandel, und sie wird von einem breiten Spektrum an Anwendern eingesetzt. Dr. Molnar erkennt ihre Berechtigung ausdrücklich an, etwa bei der Lippenformung oder der Behandlung von Lippenfältchen. Dennoch macht er auf einen entscheidenden Unterschied aufmerksam: Hyaluronsäure verjüngt das Bindegewebe nicht. Sie bindet lediglich Wasser und kann so zu einem aufgedunsenen Erscheinungsbild führen – ein Effekt, den man bisweilen bei Prominenten beobachten könne. Radiesse hingegen regt die körpereigene Kollagenbildung an, was für Dr. Molnar der eigentliche Mehrwert ist. Weil dabei fundierte anatomische Kenntnisse erforderlich sind, wird Radiesse überwiegend von Fachärztinnen und Fachärzten angewendet.
Ein Zitat aus der Folge
„Hyaluronsäure hat seine Berechtigung, ist sehr bekannt – aber das Grundsätzliche, was man verstehen muss: Hyaluronsäure verjüngt nicht. Der kann das Bindegewebe nicht verjüngen, der bindet nur Wasser.“
– Dr. Viktor Molnar
Jetzt reinhören
Die vollständige Episode finden Sie direkt hier auf dieser Seite. Moderator Maximilian Demann und Dr. Viktor Molnar sprechen offen, nachvollziehbar und ohne Fachjargon über ein Thema, das viele beschäftigt – und das in der öffentlichen Diskussion oft vereinfacht dargestellt wird. Nehmen Sie sich 20 Minuten Zeit und hören Sie rein.
Individuelle Beratung zu Radiesse in Lahnstein
Wenn Sie nach dieser Folge mehr über Radiesse erfahren möchten oder wissen wollen, ob eine Behandlung für Sie infrage kommt, steht Ihnen die Privatpraxis von Dr. Viktor Molnar in Lahnstein für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Wünsche zu verstehen und medizinisch sinnvoll einzuordnen. Der Behandlungsplan wird individuell auf Ihre Anatomie, Ihre Ziele und Ihre Ausgangssituation abgestimmt. Vor jeder Behandlung steht eine ausführliche Beratung mit realistischer Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen.
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Zitate aus der Folge
Vollständiges Transkript
Automatisch generiert aus der Audio-Aufnahme
Intro (0:00)
Ästhetik on Air. Informatives, Wissenswertes und Aufklärung aus der Welt der Ästhetik. Mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein.
Maximilian Demann (0:12)
Herr Dr. Molnar, heute sprechen wir über das Thema Radiesse. Was würden Sie da sagen? Wer ist da so der Patient, der da so kommt?
Dr. Viktor Molnar (0:19)
Ja, ich hatte auch hier wie bei Ultra schon Patienten mit ab 40, weil Falten kommen jetzt nicht nur, weil wir älter werden. Viele vererben Falten oder durch Sonne. Oder Rauchern durch den Sauerstoffmangel, durch diesen Rauch an sich. Also Nikotin ist nicht das Problem bei Rauchen, was mich betrifft, sondern eher dieser Sauerstoffmangel in der Haut. Das heißt, je nachdem, wer wie viel in seinem Leben zu sich nimmt oder in der Sonne sitzt, kann die Haut halt auch schon früher altern. Also ab 40 habe ich schon auch vorsorglich Radies verwendet, verdünnt. Aber eigentlich Zielaltersgruppe ist um die 60, wo Patienten schon merken, okay, wenn ich jetzt nichts mache, wird womöglich ja schlimmer. Aber diese Patienten möchten zum Beispiel gar kein Facelift. Also für die kommt Facelift gar nicht infrage, also operative Straffungen. Und dann macht mit Radiesse auch in Kombination, das ist wirklich Hand in Hand mit Ultherapie, die Therapie sehr großen Sinn.
Maximilian Demann (1:17)
Wie läuft denn so eine Behandlung ab? Wie muss man sich das vorstellen?
Dr. Viktor Molnar (1:20)
Ja, das ist quasi ähnlich wie bei Hyaluronsäure, wie man auch jetzt überall kennt. Also unter die Haut wird gespritzt. Beim Radiesse verwende ich sehr gerne stumpfe Kanülen. Das bedeutet, dass die Kanüle vorne stumpf ist, also nicht scharf. Der kann dadurch nicht schneiden und dadurch kann ich zum Beispiel auch Blutergüsse vermeiden und auch Gefäßverletzungen zum Beispiel, die man natürlich nicht haben möchte, komplett vermeiden.
Maximilian Demann (1:44)
Sie haben jetzt gerade eben angesprochen, dass es deutliche Vorteile auch gibt im Gegensatz zu zum Beispiel Hyaluronsäure einfach dann im Endprodukt, also im Endergebnis. Das kann sein. Warum ist denn dann aber vielleicht für den Laien so was wie Hyaluronsäure einfach viel bekannter ist. Ich meine, gerade jetzt, ich meine, wenn wir mal vielleicht 100 Leute fragen, ich glaube, 99 Leute kennen Hyaluronsäure.
Dr. Viktor Molnar (2:03)
Absolut. Genau. Also einmal ja durch die Kosmetikindustrie. Also man kann überall im dm oder überall Salben, Cremes mit Hyaluronsäure finden. Dann, dass halt sehr viele Anwender gibt es für Hyaluronsäure, wie Naturheilpraktikerinnen oder -praktiker, Hausärzte, Ärzte generell. Nicht-Fachärzte. Also die Anwendung ist riesig. Hyaluronsäure ist auch super für Lippenformung, Lippenfältchen. Also der hat auf jeden Fall seine Berechtigung. Aber das Grundsätzliche, was man verstehen muss, dass Hyaluronsäure nicht verjüngt. Der kann das Bindegewebe nicht verjüngen, der bindet nur Wasser. Und dann sieht man halt leider im Internet oder im Fernsehen auch Berühmtheiten, die dann sehr aufgedunsen sind im Gesicht, so dieses westliche Puffy-Gesicht haben. Dann weiß man, dass diese Patienten noch nie irgendwie von Kollagenregeneration gehört haben oder beraten worden sind. Also Hyaluronsäure hat seine Berechtigung, ist sehr bekannt aus dem Grund. Radios machen meistens Fachärzte, weil da die anatomischen Kenntnisse sehr wichtig sind, damit man weiß, wohin darf ich, wohin darf ich nicht. Aber in meiner Hand eigentlich keine nennenswerte Komplikation. Vielleicht mal blaue Flecken, aber das hat man bei allen. Also das hat man beim Botulinumtoxin, das hat man bei Hyaluronsäure. Sobald man piekst, kann ja was blau werden. Und ich glaube, das ist der Grund, warum Hyaluronsäure so bekannt ist.
Outro (3:24)
Das war Ästhetik on Air mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein. Weitere Infos unter drmolnar.de.