Worum es geht
Männliche Brustvergrößerung ist ein Thema, über das viele Betroffene nur ungern sprechen – dabei ist es medizinisch wie ästhetisch sehr gut behandelbar. In dieser Folge von Ästhetik on Air erklärt Dr. Viktor Molnar, welche Rolle Hormone bei der Gynäkomastie spielen, wann eine Operation sinnvoll ist und was vor einem Eingriff unbedingt abgeklärt werden sollte. Hören […]
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Männliche Brustvergrößerung ist ein Thema, über das viele Betroffene nur ungern sprechen – dabei ist es medizinisch wie ästhetisch sehr gut behandelbar. In dieser Folge von Ästhetik on Air erklärt Dr. Viktor Molnar, welche Rolle Hormone bei der Gynäkomastie spielen, wann eine Operation sinnvoll ist und was vor einem Eingriff unbedingt abgeklärt werden sollte. Hören Sie rein – der Audio-Player steht Ihnen weiter unten auf dieser Seite zur Verfügung.
Darum geht es in Folge 67
- Einführung in die Ästhetik (ab 0 min): Was ist Gynäkomastie, und warum ist sie keine rein kosmetische Frage?
- Behandlungsmöglichkeiten der Gynäkomastie (ab 1 min): Fettabsaugung, Drüsenentfernung oder beides – und was die Krankenkasse übernimmt.
Die drei wichtigsten Punkte dieser Folge
1. Erst die Ursache klären, dann behandeln
Bevor ein operativer Eingriff in Betracht gezogen wird, steht für Dr. Molnar eine gründliche Diagnostik an erster Stelle. Gynäkomastie kann hormonelle Ursachen haben, die medizinisch behandelt werden müssen – etwa ein Ungleichgewicht zwischen Testosteron und Östrogen. In seltenen Fällen kann sogar ein Hodentumor dahinterstecken, der zu reduzierter Testosteronproduktion und damit zu einem Überwiegen weiblicher Hormone führt. Vor einer Operation veranlasst Dr. Molnar in solchen Fällen zunächst eine urologische und radiologische Abklärung – ein Beispiel dafür, wie Sicherheit und medizinische Sorgfalt an erster Stelle stehen.
2. Kasse oder Selbstzahler – eine Frage der Mischleistung
Gynäkomastie ist kein rein ästhetisches Anliegen. Da Drüsengewebe beim Mann medizinisch nicht hingehört, übernehmen die Krankenkassen laut Dr. Molnar in etwa 50 Prozent der Fälle die Kosten für die Drüsenentfernung. Allerdings: Was die Kasse bezahlt, umfasst lediglich den Schnitt und die Entnahme der Drüse – ohne begleitende Fettabsaugung oder Straffung. Für ein ästhetisch überzeugendes Ergebnis ist oft eine Kombination beider Maßnahmen notwendig, was zu einer gemischten Leistungssituation führt. Der Behandlungsplan wird individuell auf Ihre Anatomie, Ihre Ziele und Ihre Ausgangssituation abgestimmt.
3. Nachsorge: Kompression als wichtiger Bestandteil der Heilung
Nach dem Eingriff ist eine Kompressionsweste – auch Bolero oder Kompressionsmieder genannt – für insgesamt sechs Wochen zu tragen. Die eigentliche Ausfallzeit ist dabei gering: Dr. Molnar empfiehlt wie bei allen Operationen eine Schonzeit von ein bis zwei Wochen, in der körperlich anstrengende Tätigkeiten vermieden werden sollten. Danach kann in der Regel zur normalen Aktivität zurückgekehrt werden – mit der Weste als unterstützende Begleitung der Heilung.
Das Zitat der Folge
„Wenn Patient nicht das ausgeschlossen hat, dann mache ich erstmal gar nichts, sondern ich schreibe eine Überweisung zu dem Urologen, zu dem Radiologen, dann wird erstmal Diagnostik gemacht.“ – Dr. Viktor Molnar
Dieses Zitat bringt es auf den Punkt: Moderne ästhetische Medizin bedeutet für uns, sorgfältig zu planen, präzise zu behandeln und natürlich zu bleiben. Vor jeder Behandlung steht eine ausführliche Beratung mit realistischer Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen.
Jetzt anhören
Den Audio-Player zu Folge 67 finden Sie direkt auf dieser Seite. Hören Sie sich das vollständige Gespräch zwischen Maximilian Demann und Dr. Viktor Molnar an – für einen umfassenden Einblick in das Thema Gynäkomastie, hormonelle Zusammenhänge und die Behandlungsoptionen in der Privatpraxis.
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Zitate aus der Folge
Vollständiges Transkript
Automatisch generiert aus der Audio-Aufnahme
Intro (0:00)
Ästhetik on Air. Informatives, Wissenswertes und Aufklärung aus der Welt der Ästhetik. Mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein.
Maximilian Demann (0:13)
Herr Dr. Molnar, wir sprechen heute über das Thema Gynäkomastie. Ist das aber, weil ich, da würde ich da direkt anschließen, eine hormonelle Geschichte ist ja prinzipiell, würde ich jetzt sagen, erst mal, wofür ich vielleicht nichts kann. So grundsätzlich. Ist das dann was, wo die Krankenkasse sagt, das würden wir dann unterstützen?
Dr. Viktor Molnar (0:28)
Absolut. Absolut. Also bei Gynäkomastie würde ich sagen, 50/50 wird von Kasse übernommen. Weil auch wenn wir als Männer Drüsengewebe haben, ist es eigentlich, gehört da nicht hin. Und dann kann man und tut man auch argumentieren, dass dieses Drüsengewebe muss da weg. Und das ist das, was dann auch von der Kasse daher übernommen wird. Da muss man auch sagen, dass die Kasse da nicht interessiert, muss man dann noch Fett absaugen oder straffen. Die Kasse sagt ja, mach einen Schnitt und hol die Drüse raus. Das sieht aber ästhetisch nicht gut aus und deshalb ist es eine Mischung aus Kassenleistung und ästhetischer Leistung. Aber ja, gerade wenn wir eine innere Ursache finden würden, dann würde man erstmal gar nicht operieren. Dann muss erst die innere Ursache, also sprich Hormonsituation behandelt werden oder die Ursache für diese Hormonstörung. Es kann zum Beispiel unfassbar sein, ich hatte noch nie einen Patienten gehabt damit, ein Hodentumor sein. Und dann bildet der Mann zum Beispiel wenig Testosteron, dann überwiegt das Östrogen, also weibliche Hormone, und dann kriegt man Männerbrüste. Ist eine unfassbar seltene Sache, aber ich als Facharzt muss ich auch an sowas achten. Und wenn Patient nicht das ausgeschlossen hat, dann mache ich erstmal gar nichts, sondern ich schreibe eine Überweisung zu dem Urologen, zu dem Radiologen, dann wird erstmal Diagnostik gemacht.
Maximilian Demann (1:42)
Das heißt, so wie ich es verstanden habe, weil es auch eine Frage ist, die bei mir steht, es wird entweder Fett oder Drüsengewebe entfernt, oder gibt’s auch eine Mischform? Es kann auch beides sein.
Dr. Viktor Molnar (1:50)
Genau, Also ich habe selber ein bisschen Männerbrust, weil ich, sage ich mal, nicht in meinem normalen BMI bin. Und sicherlich habe ich da Fett und Drüse ein bisschen drin. Das heißt, wenn man beide hat, dann muss man beide angehen. Und deshalb, was ich eben gesagt habe, dass die Kasse dann, wenn eine Entsorgung stattfinden sollte, da raus ist, klar. Weil eine Fettabsaugung ist eigentlich immer ästhetisch.
Maximilian Demann (2:14)
Und wenn ich nach dem Eingriff dann, was muss ich da beachten? Wie lange muss ich vielleicht, also muss ich dann auch wie so ein Korsett tragen?
Dr. Viktor Molnar (2:21)
Genau, ein Mieder. Nennt man gerne Bolero, so eine Weste, die man unter dem Hemd trägt. Also eigentlich gibt es hier kaum Ausfallzeit. Ich würde auch wieder wie bei allen Operationen diese 1 bis 2 Wochen Schonzeit bis Wundheilung immer beachten, immer auch sagen, da bitte möglichst nicht jetzt schwer arbeiten gehen oder einfach um die Heilung kümmern. Aber 6 Wochen lang insgesamt ab Operation trägt man so ein Kompressionsmieder, so eine Kompressionsweste.
Outro (2:46)
Das war Ästhetik on Air mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Weitere Infos unter dr-mollner.de.