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Podcast-Folge · Ästhetik on Air

Folge 39 – Ästhetische Behandlungen und Krankenkassen: Ein Missverständnis

Max Demann · Dr. Viktor Molnar · 19. August 2026

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Aktuelles Kapitel

Einführung in die Ästhetik

Intro

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[]

Es ist ja eigentlich auch was Ästhetisches, aber es geht halt darum, dass natürlich auch um das Thema Mobbing geht.

Maximilian Demann

Klar war das medizinisch indiziert, aber die Kasse auch hier interessiert nicht.

Dr. Viktor Molnar

Aber richtig, Segelohren, Mobbing bei Kindern, psychische Behandlung, das ist absolut richtig.

Dr. Viktor Molnar

Aber auch da muss man eigentlich zum Neurologen gehen, weil ja, sobald ich ja Hand anlege, wo es steht plastische ästhetische Chirurgie, denke ich, dass die Kassen nicht unbedingt das übernehmen werden.

Dr. Viktor Molnar

Ich verlange für eine Radiesseinampulle Radies 500 Euro. Alles inklusive Mehrwertsteuer, wohlbemerkt.

Dr. Viktor Molnar

Das war Ästhetik on Air mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein.

Outro

249

Worum es geht

Wann übernimmt die Krankenkasse ästhetische Behandlungen – und wann nicht? In Folge 39 von Ästhetik on Air spricht Dr. Viktor Molnar offen über ein Thema, das viele Patientinnen und Patienten beschäftigt: die Frage nach der Kostenübernahme bei Behandlungen, die auf den ersten Blick ästhetisch wirken, im Einzelfall aber durchaus medizinisch begründbar sein können. Ein ehrliches, […]

Dieser Beitrag wurde automatisch aus der Audio-Aufnahme transkribiert und redaktionell aufbereitet.

Wann übernimmt die Krankenkasse ästhetische Behandlungen – und wann nicht? In Folge 39 von Ästhetik on Air spricht Dr. Viktor Molnar offen über ein Thema, das viele Patientinnen und Patienten beschäftigt: die Frage nach der Kostenübernahme bei Behandlungen, die auf den ersten Blick ästhetisch wirken, im Einzelfall aber durchaus medizinisch begründbar sein können. Ein ehrliches, nahbares Gespräch – ohne falsche Versprechen.

Das erwartet Sie in dieser Folge

  • Einführung in die Ästhetik (ab Minute 0): Dr. Molnar erklärt anhand eines konkreten Fallbeispiels mit Radiesse, wie eine Behandlung trotz ästhetischer Methode medizinisch indiziert sein kann.
  • Krankenkassen und ästhetische Behandlungen (ab Minute 1): Wann zeigt sich die Kasse offen, wann lehnt sie ab – und warum ist das Thema so individuell? Dr. Molnar teilt seine Erfahrungen aus über 15 Jahren Praxisalltag.
  • Abschluss und weitere Informationen (ab Minute 3): Was kostet Radiesse konkret? Dr. Molnar gibt einen transparenten Überblick über Preise und Besonderheiten des Produkts.

Die 3 Kernpunkte dieser Folge

1. Ästhetisch und medizinisch – kein Widerspruch

Dr. Molnar schildert den Fall einer älteren Patientin, die durch eine großflächige Narbe im Wangenbereich erhebliches Volumen verloren hatte. Die Gesichtszüge waren deutlich asymmetrisch – eine rekonstruktive Behandlung mit Radiesse war medizinisch sinnvoll. Und doch: Die Krankenkasse beteiligte sich nicht an den Kosten. Ein Beispiel, das zeigt, wie eng die Grenzen der Kostenübernahme gezogen sind – auch wenn der medizinische Bedarf aus ärztlicher Sicht klar auf der Hand liegt.

2. Die Krankenkasse entscheidet individuell – aber meistens mit „Nein“

Dr. Molnar spricht offen über seine Erfahrungen: Sobald Begriffe wie „Falte“ oder „Faltenbehandlung“ im Spiel sind, ist eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel ausgeschlossen. Das gelte selbst dann, wenn – wie im Fall von Botulinumtoxin bei Migräne – ein neurologischer Zusammenhang bestehe. Grundsätzlich empfiehlt er: Im Zweifelsfall direkten Kontakt mit der Kasse aufnehmen, ein Attest und Fotos einreichen und die Entscheidung abwarten. Jeder Fall ist ein Einzelfall.

Auch das bekannte Beispiel der Segelohren bei Kindern – ein Thema, das Dr. Molnar und Maximilian Demann bereits in einer früheren Folge besprochen haben – verdeutlicht die Grauzone: Wenn durch äußerliche Merkmale Mobbing entsteht und psychische Belastungen folgen, kann eine ästhetische Maßnahme durchaus medizinische Relevanz besitzen. Die Kasse sieht das oft anders.

3. Transparenz bei den Kosten: Was kostet Radiesse?

Dr. Molnar gibt in dieser Folge einen klaren Einblick in die Preisgestaltung. Eine Ampulle Radiesse mit 1,5 Milliliter Inhalt – etwas mehr als die übliche Hyaluronsäure-Ampulle mit einem Milliliter – kostet in seiner Praxis 500 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Für die meisten Behandlungen reicht eine Ampulle aus; zwei Ampullen sind laut Dr. Molnar nur in sehr seltenen Fällen notwendig. Die etwas höheren Kosten im Vergleich zu Hyaluronsäure erklärt er mit den spezifischen Eigenschaften von Radiesse, insbesondere der kollagenstimulierenden Wirkung, sowie mit dem fachärztlichen Anspruch, der bei der Anwendung erforderlich ist.

Das Zitat der Folge

„Ich habe jetzt schon über 15 Jahre Erfahrung mit so was. Und sobald Falte oder Falten oder so was im Spiel ist, ist klar, für die Kasse ein No-Go – was ich auch verstehen kann, weil es gibt tatsächlich schlimmere Sachen.“ – Dr. Viktor Molnar

Jetzt reinhören

Den vollständigen Austausch zwischen Maximilian Demann und Dr. Viktor Molnar hören Sie direkt in der Folge. Schalten Sie den Audio-Player ein und erfahren Sie, wie Dr. Molnar das komplexe Verhältnis zwischen medizinischer Notwendigkeit, ästhetischem Anspruch und Kassenrealität einordnet – sachlich, verständlich und mit Blick auf den Praxisalltag.

Sie haben Fragen zu Radiesse oder einer anderen Behandlung?

Vor jeder Behandlung steht eine ausführliche Beratung mit realistischer Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Wünsche zu verstehen und medizinisch sinnvoll einzuordnen – und klären Sie auch offen über Kosten und eventuelle Möglichkeiten zur Kostenübernahme auf. Vereinbaren Sie Ihr persönliches Beratungsgespräch in der Privatpraxis von Dr. Viktor Molnar in Lahnstein: drmolnar.de

Zitate aus der Folge

Vollständiges Transkript

Automatisch generiert aus der Audio-Aufnahme

Intro (0:00)
Ästhetik on Air. Informatives, Wissenswertes und Aufklärung aus der Welt der Ästhetik mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein.

Maximilian Demann (0:13)
Herr Dr. Molnar, heute sprechen wir über das Thema Radiesse. Gibt es da etwas, weil wir bei der Ultherapie darüber auch gesprochen haben, wo man sagt, das kann auch medizinisch notwendig sein?

Dr. Viktor Molnar (0:24)
Ja, auch das. Ich hatte eine ältere Dame, die an einer Wange eine große Narbe hatte und dann fehlte tatsächlich sehr viel Volumen. Also sie hatte wahnsinnig asymmetrische Gesichtszüge und fehlte Volumen in der Wange. Dann haben wir das einseitig rekonstruiert. Klar war das medizinisch indiziert, aber die Kasse auch hier interessiert nicht. Also die Kasse ist da komplett raus. Manchmal muss ich sagen, hört man das zum Beispiel bei Migränepatienten. Botulinumtoxin, da würde ich sehr vorsichtig sein, weil eigentlich ist es auch nicht so, dass man das dann auf Kasse machen kann. Aber ich habe schon mal gehört, dass mal Patienten das auf Kasse bekommen haben, so Botox-Therapie bei Migräne, also sprich Zornesfalte Stirn. Aber auch da muss man eigentlich zum Neurologen gehen, weil ja, sobald ich ja Hand anlege, wo es steht plastische ästhetische Chirurgie, denke ich, dass die Kassen nicht unbedingt das übernehmen werden, weil da sich dieser ästhetische Aspekt ja schon eher ja immer im Vordergrund steht.

Maximilian Demann (1:24)
Aber ich finde das interessant, wenn ich da ansetzen darf, weil wir hatten uns ja schon zum Beispiel mal über das Thema unterhalten. Man nennt es Segelohren, da haben wir uns unterhalten. Bei Kindern, ja, wo man sagt, es ist ja eigentlich auch was Ästhetisches, aber es geht halt darum, dass natürlich auch um das Thema Mobbing geht. Aber ich meine, wenn jetzt eine ältere Dame zu Ihnen kommt, die halt dann die Gesichtszüge so durch Narben hat, ist es ja eigentlich aus meiner Sicht eigentlich auch sowas, oder?

Dr. Viktor Molnar (1:48)
Das ist absolut richtig, genau, sehe ich auch so. Aber das, was ich manchmal so sehe, sieht halt die Krankenkasse nicht so. Und theoretisch könnte man auch, wenn so Volumen fehlt, Eigenfett ja reinspritzen und dann Aufbau machen. Viele wollen das nicht, Aus diversen Gründen. Sicherlich könnte man die Kasse fragen, das ist immer möglich. Aber ich habe jetzt schon sehr, ja, über 15 Jahre Erfahrung mit so was. Und sobald Falte oder Falten oder so was im Spiel ist, ist klar, für die Kasse ein No-Go, was ich auch verstehen kann, weil es gibt tatsächlich schlimmere Sachen, wo man das nicht, eher die Kasse da nicht mitmachen soll, wie andere richtige Krankheiten. Aber richtig, Segelohren, Mobbing bei Kindern, psychische Behandlung, das ist absolut richtig. Manchmal ist es halt so, wenn man sagt, ja, Ist schon sehr individuell und schwieriges Thema, weil ich möchte jetzt auch nicht irgendwie auf den Fuß von der Krankenkasse treten oder umgekehrt. Muss man dann gucken und gegebenenfalls Kontakt mit der Kasse aufnehmen, ein Attest, Fotos schicken und dann kann man immer noch entscheiden, ja oder nein.

Maximilian Demann (2:48)
Ja, es ist ja immer auch dann einfach ein Einzelfall.

Dr. Viktor Molnar (2:50)
Absolut richtig. Das ist es so.

Maximilian Demann (2:51)
Unterschiedlich. Aber ich glaube, Sie haben verstanden, was meine Intention war.

Dr. Viktor Molnar (2:55)
Absolut.

Maximilian Demann (2:56)
Und sollte ja auch gar nicht gegen die Krankenkasse natürlich gehen.

Dr. Viktor Molnar (2:58)
Nein.

Maximilian Demann (2:59)
Eine Frage, die natürlich da bei Hörern auch immer wieder auftaucht bei dem Thema, wie bei der Urtherapie auch: Was muss man sich da finanziell so vorstellen?

Dr. Viktor Molnar (3:06)
Was kostet das? Genau, beim Radiesse. Also da muss man auch reden, wie viel ist da drin? Also ich benutze Radiesse, der 1,5 Milliliter hat. Das sagt jetzt niemandem was, aber klassischerweise Hyaluronsäure, eine Ampulle Hyaluronsäure ist eigentlich immer 1 Milliliter drin. Also kann man so ein bisschen vergleichen. Also Radiesse hat ein bisschen mehr drin. Und durch diese spezifischen Eigenschaften, dass er Kollagen bildet, also mehr positive Eigenschaften hat, und dass man eigentlich tatsächlich als Facharzt das macht, weil da schon die anatomischen Kenntnisse eine große Rolle spielen. Es ist ein bisschen teurer als Hyaluronsäure. Ich verlange für eine Radiesseinampulle Radies 500 Euro. Alles inklusive Mehrwertsteuer, wohlbemerkt. Also 500 Euro. Und das reicht auch eigentlich für die, sage ich mal, in aller Regel wirklich für die, für die Patienten. Also selten muss ich 2 Ampullen verwenden, sehr, sehr selten.

Outro (3:56)
Das war Ästhetik on Air mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein. Weitere Infos unter drmolnar.de.

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