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Podcast-Folge · Ästhetik on Air

Folge 81 – Abnehmspritze: Erste Erfolge, Langzeitwirkung und was wirklich dahintersteckt

Max Demann · Dr. Viktor Molnar · 26. August 2026

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Aktuelles Kapitel

Einführung in die Ästhetik

Intro

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Ich möchte nicht, dass die Patienten in einem Monat 10 Kilo verlieren, sondern eigentlich langsamer, damit das Gewebe, die Haut und vor allem parallel wir Muskeln aufbauen können.

Intro

Wir müssen Muskeln erhalten. Deshalb ist die Ernährung so wichtig und das kann man auch mit Eiweißshakes machen.

Intro

Ich glaube, 80% der Menschheit werden, also in den westlichen Ländern sicherlich, das nehmen.

Intro

Das war Ästhetik on Air mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein.

Outro

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Worum es geht

Die Abnehmspritze ist derzeit eines der meistdiskutierten Themen in der Medizin – und das aus gutem Grund. In dieser Folge von Ästhetik on Air spricht Maximilian Demann mit Dr. Viktor Molnar über persönliche Erfahrungen, realistische Erwartungen und die medizinischen Zusammenhänge rund um Präparate wie Wegovy. Eine ehrliche, informative Einordnung – nahbar und ohne Schönfärberei. Hören […]

Dieser Beitrag wurde automatisch aus der Audio-Aufnahme transkribiert und redaktionell aufbereitet.

Die Abnehmspritze ist derzeit eines der meistdiskutierten Themen in der Medizin – und das aus gutem Grund. In dieser Folge von Ästhetik on Air spricht Maximilian Demann mit Dr. Viktor Molnar über persönliche Erfahrungen, realistische Erwartungen und die medizinischen Zusammenhänge rund um Präparate wie Wegovy. Eine ehrliche, informative Einordnung – nahbar und ohne Schönfärberei.

Hören Sie sich die vollständige Folge direkt im Audio-Player an und erfahren Sie, worauf es bei der Behandlung wirklich ankommt.

Das erwartet Sie in dieser Folge

  • Ab wann zeigen sich erste Erfolge? – Warum der Beginn der Behandlung eine Umgewöhnungsphase erfordert und welche Rolle Gewohnheiten dabei spielen.
  • Muss man die Spritze ein Leben lang nehmen? – Dr. Molnar erklärt seine persönliche Einschätzung zur Langzeitanwendung und die mögliche Zukunft in Tablettenform.
  • Warum langsames Abnehmen entscheidend ist – Die Risiken eines zu schnellen Gewichtsverlusts und warum Muskelerhalt, Ernährung und Sport eine zentrale Rolle spielen.
  • Das sogenannte „Ozempic Face“ – Was dahintersteckt und wie man es durch die richtige Vorgehensweise vermeiden kann.
  • Positive Langzeitwirkungen auf die Gesundheit – Von Herz-Kreislauf über Zuckerkrankheit bis hin zu möglichen positiven Effekten auf Gehirnerkrankungen.

3 Kernpunkte aus der Folge

  1. Gewohnheiten sind zäher als Hunger. Dr. Molnar schildert aus eigener Erfahrung, wie das Gehirn weiterhin gewohnte Portionsgrößen verlangt, obwohl der Körper längst satt ist. Dieser mentale Umstellungsprozess ist ein wesentlicher Teil der Behandlung und sollte nicht unterschätzt werden.
  2. Langsam abnehmen schützt Muskeln und Haut. Wer zu schnell abnimmt – etwa wie nach einem Magenbypass – riskiert, dass die Haut hängt und Muskulatur verloren geht. Dr. Molnar empfiehlt bewusst eine langsame Dosissteigerung und begleitende Eiweißzufuhr, um Muskelmasse zu erhalten.
  3. Die Zukunft könnte eine Low-Dose-Daueranwendung sein. Dr. Molnar skizziert seine persönliche Zukunftsvision: ähnlich wie bei anderen chronischen Erkrankungen könnte das Medikament langfristig in niedrigen Dosierungen eingesetzt werden – mit positiven Auswirkungen auf Herzgesundheit, Stoffwechsel und möglicherweise sogar auf Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson.

Das prägnante Zitat der Folge

„Ich möchte nicht, dass die Patienten in einem Monat 10 Kilo verlieren, sondern eigentlich langsamer, damit das Gewebe, die Haut und vor allem parallel wir Muskeln aufbauen können.“ – Dr. Viktor Molnar

Was diese Folge so besonders macht

Dr. Viktor Molnar spricht in dieser Episode nicht nur als Arzt, sondern auch als Patient. Er hat Wegovy selbst angewendet, teilt seine persönlichen Erfahrungen mit Portionsgewohnheiten, dem eigenen Sättigungsgefühl und dem Prozess, nach rund 15 bis 16 Monaten sein Wunschgewicht erreicht zu haben. Heute stehen für ihn Muskelaufbau und sportliche Aktivität im Vordergrund – drei- bis viermal pro Woche Sport, etwas, das er sich früher kaum hätte vorstellen können.

Diese Kombination aus medizinischer Fachkenntnis und gelebter Praxis macht die Folge besonders nahbar. Sie verdeutlicht: Die Abnehmspritze ist kein Selbstläufer, sondern ein Werkzeug – das richtig eingesetzt, im richtigen Tempo und mit begleitenden Maßnahmen, zu nachhaltigen Ergebnissen führen kann.

Moderne ästhetische Medizin bedeutet für uns: sorgfältig planen, präzise behandeln und natürlich bleiben. Das gilt auch bei medizinischen Gewichtsmanagement-Konzepten. Ihre Sicherheit und eine realistische Aufklärung haben hohe Priorität – und genau das spiegelt diese Folge wider.

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Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten rund um medizinisches Gewichtsmanagement erfahren möchten, nehmen wir uns Zeit, Ihre Wünsche zu verstehen und medizinisch sinnvoll einzuordnen. Wir beraten Sie individuell, transparent und ohne Druck – auf Grundlage Ihrer persönlichen Ausgangssituation und Ihrer Ziele. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch in unserer Privatpraxis in Lahnstein unter drmolnar.de.

Zitate aus der Folge

Vollständiges Transkript

Automatisch generiert aus der Audio-Aufnahme

Intro (0:00)

Ästhetik on Air. Informatives, Wissenswertes und Aufklärung aus der Welt der Ästhetik. Mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein.

Maximilian Demann (0:13)

Herr Dr. Molnar, heute sprechen wir über ein weiteres Thema. Vielleicht das aktuell meistbesprochene Thema, würde ich fast schon sagen, denn wir sprechen über das Thema Abnehmspritze. Ab wann zeigen sich denn erste Erfolge?

Intro (0:25)

Also erfahrungsgemäß ist es so, am Anfang ist alles so ein bisschen neu. Wir essen ja auch manchmal aus Gewohnheit viel oder falsch. Es ist ja nicht so, dass wir bewusst viel essen. Bei mir war es auch so, meine Frau wusste, okay, ich komme von der Arbeit, Tellerchen voll. Also ich habe angefangen mit Wegovy und dann irgendwie habe ich schon gemerkt, also ich habe eigentlich gar nicht so viel Hunger, aber mein Kopf wollte den Teller leer machen. Also sogar meine Frau musste dazulernen und dann sagen, okay, Alex, du isst das gar nicht mehr auf. Und ich wurde halt so erzogen, ich muss alles aufessen. Da habe ich so reingewürgt und da war mir nachher schlecht. Und dann lernt man daraus. Meine Frau sagt, okay, ich mache halbe Portionen und so ein Müll reicht mir schon. Also prinzipiell, so etwas muss man beachten. Muss ich das denn ein Leben lang machen, die Abnehmspritze nehmen? Nee, das ist tatsächlich nicht notwendig. Wobei, wir werden dann sehen, wo die Reise hinführt. Also die Firma, die Wegovy herstellt, hat angekündigt, und das ist in den USA, glaube ich, schon in Zulassung oder sogar schon ausgerollt, eine Tablette. Das muss man jetzt, weil wir haben das nicht, also das muss man ja spritzen, Abnehmspritze, muss man einmal die Woche spritzen, tut gar nicht weh, das ist eine Minikanüle. Ja, ja, das ist easy going. Also ich selber als Mann, Spritzenphobie, weiß nicht, kein Problem. Ja, obwohl ich als Arzt sage das. Ich mag halt nicht, wenn ich gepiekst werde, aber trotzdem mache ich es immer. Also es kommt wahrscheinlich in Tablettenform. Also wenn Sie mich fragen, wie es in 10 Jahren aussieht, ich glaube, 80% der Menschheit werden, also in den westlichen Ländern sicherlich, wo auch Longevity und Lifestyle entsprechend sind, das nehmen. Natürlich unter Beachtung der Nebenwirkungen. Wenn jetzt ein paar Ärzte sagen, ja, Moment mal, ganz klar. Aber es funktioniert, muss ich sagen. Wenn nicht, dann ist es sehr schade. Also es ist halt wie bei jedem Medikament, kann ja sein, dass bei einem Ibuprofen es wirkt, bei anderen nicht. Also tendenziell so, ich empfehle kein schnelles Abnehmen. Also wie beim Magenbypass, das ist ja die große Alternative bei Übergewichtigen, machen wir ja meinen Bypass, Magenverkleinerung. Das heißt, in einer OP ist die Hälfte vom Magen weg. Sehr gefährlich. Und der Körper fällt zusammen. Alles hängt, alles ist weg, weil der Patient so schnell abnimmt. Das ist das, was ich auch als Arzt nicht will. Ich möchte nicht, dass die Patienten in einem Monat 10 Kilo verlieren, sondern eigentlich langsamer, damit das Gewebe, die Haut und vor allem parallel wir Muskeln aufbauen können. Also wir müssen Muskeln erhalten. Deshalb ist die Ernährung so wichtig und das kann man auch mit Eiweißshakes machen, mache ich auch. Früher hatte ich gedacht, um Gottes Willen, das machen nur Bodybuilder. Stimmt gar nicht. Wir brauchen eine bestimmte Eiweißmenge pro Tag. Und wenn wir halt weniger essen, womöglich bringen wir diese Eiweißmenge nicht rein. Das heißt, wir nehmen nicht nur ab im Sinne von Fett, sondern wir nehmen Muskeln ab. Also wir verlieren Muskeln. Das kann dann dazu führen, dass wir so dieses eingefallene Gesicht haben, sprich im Social Media Ozempic Face. Das finde ich gar nicht so. Also meine Patienten sollen langsam abnehmen, aber nach deren Wunsch. Manche gehen schneller, manche langsamer. Aber das erzähle ich, dass ich das, was ich empfehle, die Dosierung machen wir eher langsamer. Wir steigern langsamer. Wir müssen auch gucken, dass die Nebenwirkungen gut toleriert werden oder gar nicht vorhanden sind. Und dann schauen wir mal, also bei mir, bei meinem Beispiel, ich habe jetzt nach 15, 16 Monaten so weit, dass ich sage, okay, jetzt langsam mache ich Gedanken darauf aufzuhören, weil mein Wunschgewicht erreicht ist und ich baue jetzt Muskeln auf. Also ich sehe jetzt auf der Waage keine Änderung mehr. Aber im Spiegel bin ich sehr zufrieden. Und dann werden wir schauen, und deshalb ist es wichtig, okay, ich habe meine Ernährung schon umgestellt, ich mache viel Sport als Arzt. Also ich gehe 3-mal, 4-mal die Woche Sport machen. Früher habe ich das gar nicht vorstellen können. Aber es macht auch Spaß. Man sieht ja das Ergebnis. Und dann wird es halt ausgeschlichen oder hört man davon auf. Aber ich glaube, die Zukunft wird sein, dass man das als Low-Dose, so wie ein Medikament gegen Schilddrüsenerkrankungen oder andere Erkrankungen, die Menschen wahrscheinlich mal pausieren und wieder anfangen, wieder pausieren. Das ist, glaube ich, meine Zukunftsvision. Ob das schön ist oder nicht, kann man darüber diskutieren. Aber wir wissen, die positiven Nebenwirkungen auf Kreislauf, auf Herz, auf Zuckerkrankheit, womöglich auf Gehirnerkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, können langfristig wohl, klar, wenn wir nicht übergewichtig sind, das hat dann allgemein auf unsere Gesundheit einen enorm positiven Einfluss.

Outro (5:01)

Das war Ästhetik on Air mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein. Weitere Infos unter drmolnar.de.

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