Worum es geht
Was sollten Sie vor und nach einer Faltenbehandlung beachten? Welche Risiken bestehen bei Botox und Hyaluronsäure – und warum ist die Wahl des richtigen Behandlers entscheidend? In dieser Folge von Ästhetik on Air spricht Dr. Viktor Molnar gemeinsam mit Moderator Maximilian Demann offen über Vorsorge, Behandlungsabläufe und mögliche Komplikationen. Ein ehrliches Gespräch, das zeigt: Aufklärung […]
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Was sollten Sie vor und nach einer Faltenbehandlung beachten? Welche Risiken bestehen bei Botox und Hyaluronsäure – und warum ist die Wahl des richtigen Behandlers entscheidend? In dieser Folge von Ästhetik on Air spricht Dr. Viktor Molnar gemeinsam mit Moderator Maximilian Demann offen über Vorsorge, Behandlungsabläufe und mögliche Komplikationen. Ein ehrliches Gespräch, das zeigt: Aufklärung ist der erste Schritt zu einem sicheren Ergebnis.
Das erwartet Sie in dieser Folge
- Einführung in die Ästhetik (ab Minute 0) – Wie lange dauert eine Behandlung wirklich? Dr. Molnar erklärt, warum er für jede Faltentherapie-Sitzung bewusst mehr Zeit einplant als nötig – und was in diesem Gespräch passiert.
- Risiken bei ästhetischen Behandlungen (ab Minute 1) – Was ist vor der Behandlung zu beachten? Welche Risiken gibt es bei Hyaluronsäure? Und warum sollten Sie Ihren Behandler immer nach seiner Komplikationskompetenz fragen?
Die drei wichtigsten Punkte der Folge
1. Zeit für Beratung ist keine Selbstverständlichkeit – sie ist Standard
Dr. Molnar plant für jede Faltentherapie-Sitzung 45 Minuten ein – auch dann, wenn der Patient bereits bekannt ist. Denn bei jedem Termin steht eine individuelle Einschätzung am Anfang: Wie war das Ergebnis? War die Dosierung passend? Soll etwas angepasst werden? Die reine Behandlungszeit bei Botox liegt bei etwa 20 Minuten, bei Hyaluronsäure bei rund 30 Minuten. Was zählt, ist der Gesamtprozess – Beratung inklusive.
2. Vorbereitung schützt – auch bei minimalinvasiven Eingriffen
Vor einer Behandlung empfiehlt Dr. Molnar, auf blutverdünnende Mittel wie Aspirin zu verzichten. Da beim Spritzen immer Gefäße getroffen werden können, ist eine Prophylaxe gegen Blutergüsse sinnvoll. Dr. Molnar selbst greift dabei auf Arnika-Globuli und Arnikasalbe zurück – und beschreibt sich scherzhaft als möglicherweise einzigen plastischen Chirurgen, der daran glaubt. Entscheidend ist: Wer sich vorbereitet, reduziert das Risiko sichtbarer Begleiterscheinungen.
3. Komplikationsmanagement ist Chefsache – fragen Sie danach
Bei Botox ist das Risikoprofil überschaubar, da die Substanz mit Wasser verdünnt wird. Anders bei Hyaluronsäure oder Radiesse: Diese zähflüssigen Füller können bei fehlender anatomischer Kenntnis Gefäße im Gesicht verschließen – ein ernstzunehmender medizinischer Notfall. Besonders kritisch: In Deutschland darf grundsätzlich jeder Füller spritzen – ein ärztlicher Abschluss ist nicht zwingend erforderlich. Dr. Molnar rät daher ausdrücklich, den Behandler zu fragen, ob er im Falle einer Komplikation auch in der Lage ist, diese zu beheben. Das nötige Gegenmittel für Hyaluronsäure – ein auflösendes Enzym – muss vor Ort vorhanden sein. In spezialisierten Facharzthänden sind schwere Komplikationen sehr selten, aber die Frage danach ist immer berechtigt.
Das Zitat der Folge
„Sobald eine zähflüssige Flüssigkeit im Gesicht gespritzt wird, braucht man anatomische Kenntnisse. Und man muss den Therapeuten fragen: Bist du auch in der Lage, eine Komplikation zu händeln?“
– Dr. Viktor Molnar
Jetzt reinhören
Die vollständige Folge 53 von Ästhetik on Air finden Sie direkt hier auf dieser Seite. Dr. Viktor Molnar und Maximilian Demann sprechen offen, sachlich und ohne Schönfärberei über das, was bei ästhetischen Behandlungen wirklich zählt: Sorgfalt, Fachwissen und eine ehrliche Aufklärung vor dem ersten Pieks. Ihre Sicherheit und eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen haben dabei immer höchste Priorität.
Ihre nächsten Schritte
Wenn Sie über eine Faltenbehandlung nachdenken und wissen möchten, was in Ihrer individuellen Situation medizinisch sinnvoll ist, laden wir Sie herzlich zu einem persönlichen Beratungsgespräch ein. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Wünsche zu verstehen und medizinisch sorgfältig einzuordnen. Der Behandlungsplan wird individuell auf Ihre Anatomie, Ihre Ziele und Ihre Ausgangssituation abgestimmt – vor jeder Behandlung steht bei uns eine ausführliche Aufklärung.
Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin in der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein: drmolnar.de/kontakt
Zitate aus der Folge
Vollständiges Transkript
Automatisch generiert aus der Audio-Aufnahme
Intro (0:00)
Ästhetik on Air. Informatives, Wissenswertes und Aufklärung aus der Welt der Ästhetik mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein.
Maximilian Demann (0:12)
Herr Dr. Molnar, heute sprechen wir über das Thema Prävention und langfristige Hautverjüngung. Das heißt auch eine Sitzung, wenn wir uns jetzt mal einfach nur eine Sitzung anschauen, auch das individuell, wie lange das dann dauert.
Dr. Viktor Molnar (0:24)
Also Botox ist eigentlich sehr, sehr Ja, geht sehr, sehr schnell. Also etwa so 20 Minuten würde ich mal im Schnitt sagen, 30 Minuten. Also ich nehme immer mehr Zeit. Ich plane für alle meine Faltentherapiepatienten 45 Minuten ein, weil jedes Mal fange ich an, jedes Mal, auch wenn ich den Patienten vor 4 Monaten gesehen habe, wie war das, war das gut, sollen wir was anpassen, war die Dosierung in Ordnung. Das heißt, ich nehme genug Zeit. Die reine, sage ich mal, Zeit, wo ich piekse, bei Botox 20 Minuten, bei Hyaluronsäure 30 Minuten etwa.
Maximilian Demann (0:55)
Gibt es etwas, was ich dann vor und nach der Behandlung beachten sollte?
Dr. Viktor Molnar (1:00)
Ja, also vor der Behandlung möglichst kein Aspirin nehmen. Aspirin macht Blutverdünnung. Dann kann ja man, also sobald man piekst, ja, immer wenn man pieksen muss, kann ja auch ein Gefäß getroffen sein. Das heißt, wir könnten dann ganz schnell blau werden. Ich bin riesengroßen Fan von Arnika-Globulis, wirklich. Als plastischer Chirurg glaube ich, ich bin der Einzige, der daran glaubt. Wenn der Patient selber an so was glaubt, gerne Arnica D6 Globuli eine Woche davon einnehmen oder Arnikasäbe besorgen. Also sprich, alles, was für eine Blutergussprophylaxe wirksam ist, machen davor. Genau.
Maximilian Demann (1:33)
Gibt es Risiken?
Dr. Viktor Molnar (1:35)
Ja, klar. Also bei Botox sehr wenig, weil Botox ist ja mit Wasser verdünnt. Also eigentlich kann ja nichts passieren. Aber bei Hyaluronsäure, sobald eine zähflüssige Flüssigkeit im Gesicht gespritzt wird, braucht man anatomische Kenntnisse. Im Gesicht sind unfassbar viele Gefäße. Und man kann diese Gefäße mit der Hyaluronsäure oder Radiesse verstopfen. Und das ist ein absoluter Notfall, also ein Gefäßverschluss, und das darf man nicht an die leichte Schulter nehmen. Leider Gottes ist es so, dass in Deutschland jeder spritzen darf, der sich das zutraut. Da muss man nicht mal ein Arzt sein. Da muss man aber auch den mal fragen, den Therapeuten: Bist du auch in der Lage, eine Komplikation zu händeln? Also beherrschst du die Komplikation? Hyaluronsäure kann man zum Beispiel auflösen mit einem Enzym. Und das ist ein Medikament, das muss ja auch vorrätig sein. Und leider Gottes ist es so, dass ich Patienten übernehmen muss und dann sozusagen die Komplikation richten muss. In meinem Patientengut habe ich noch nie einen Gefäßverschluss gehabt. Ich bin auch plastischer Chirurg. Ich operiere unfassbar viel im Gesicht und habe nicht am Wochenende das gelernt. Also so ernsthafte Komplikationen können auftreten, aber in guten Händen, in den Facharzthänden, sind diese Komplikationen, so wie bei einer Operation auch, sehr, sehr selten.
Outro (2:47)
Das war Ästhetik on Air mit Dr. Viktor Molnar von der Privatpraxis für plastische und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie in Lahnstein. Weitere Infos unter drmolnar.de.