Semaglutid gehört zu den GLP-1-Rezeptoragonisten. Der Wirkstoff kann das Sättigungsgefühl unterstützen, den Appetit beeinflussen und dadurch helfen, die Kalorienaufnahme zu reduzieren.
Tirzepatid wirkt ebenfalls über das Inkretinsystem. Es spricht zwei Rezeptorsysteme an: GIP und GLP-1. Auch dieser Wirkstoff kann das Sättigungsgefühl und die Appetitregulation beeinflussen.
Welcher Wirkstoff besser geeignet ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Deshalb prüfen wir vor Beginn der Behandlung sorgfältig, welche Option medizinisch sinnvoll ist.
Zu Beginn führen wir eine ausführliche Erstuntersuchung durch. Dazu gehören eine ärztliche Beratung, eine Anamnese, die Prüfung möglicher Risikofaktoren und eine Laboranalyse.
Anschließend besprechen wir, ob eine Behandlung mit Semaglutid oder Tirzepatid infrage kommt – und welcher Wirkstoff, welche Startdosis und welches Therapieziel sinnvoll sind. Der Therapiebeginn erfolgt in der Regel mit einer niedrigen Startdosis; die Injektion erfolgt einmal wöchentlich subkutan.
Je nach Wirkstoff, Verträglichkeit und Behandlungsverlauf kann die Dosis schrittweise angepasst werden. Ziel ist nicht eine möglichst schnelle Steigerung, sondern eine gut verträgliche und medizinisch kontrollierte Behandlung. Regelmäßige Kontrolltermine dienen der Verlaufskontrolle.
Ein nachhaltiger Gewichtsverlust gelingt meist besser, wenn die medikamentöse Therapie strukturiert begleitet wird. Deshalb bieten wir bei Bedarf ein monatliches Coaching von ca. 45 Minuten an.
Ein wichtiger Teil des Coachings ist die praktische Umsetzung im Alltag: Ernährung, Bewegung, Routinen, Essverhalten und der Umgang mit Rückschlägen. Bei der Betreuung erhalten Patienten:

Semaglutid und Tirzepatid sind verschreibungspflichtige Arzneimittel. Eine Verordnung erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Aufklärung, individueller Untersuchung und medizinischer Indikationsstellung.
Die Behandlung ist nicht für jeden Patienten geeignet. Vor Beginn prüfen wir mögliche Gegenanzeigen, Vorerkrankungen, Begleitmedikamente und individuelle Risiken. Mögliche Nebenwirkungen und der richtige Umgang damit werden ausführlich besprochen; während der Therapie erfolgen regelmäßige ärztliche Kontrollen.
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